• Sophie Dierkes

Stimmungstief

Ende Februar kam mein „Ich bin zurück Beitrag“. Danach passierte jedoch nicht mehr wirklich viel. Woran das lag? Ich hatte einfach ein Stimmungstief. Wenn man keine Inspiration mehr hat, keine Kraft und keine Lust irgendwelche Wörter, Sätze und Zeilen zu schreiben, sich gezwungen fühlt zu posten und das Gefühl hat, man „MUSS“ etwas berichten, obwohl man nicht will? Nein. Das wollte ich nicht. Ich war einfach noch nicht bereit dazu. Um ehrlich zu sein: der Start dieses Jahres war mehr als bescheiden. Es sind Dinge passiert, mit denen ich nicht gerechnet habe. Es sind Dinge passiert, die mich verletzt haben und es sind Dinge passiert, die mich verändert haben. Ich bin ein sehr starker Mensch und lasse mich nicht so schnell aus der Bahn werfen, aber wenn alles auf einmal kommt, dann ist da kein Platz mehr für Dinge, die Zweitrangig sind. Ja, der Blog ist zweitrangig. Es gibt so viele Dinge, die wichtiger sind als dieses „Social Media Getue“. Es gibt mittlerweile so viele Seiten, die über ihr Leben mit den Pferden berichten – da hat man fast keinen Überblick mehr. Alle nennen sich Blogger, sind aber tatsächlich fast nur Instagrammer und alle möchten Kooperationen. Dann gibt es noch die, die alles kritisieren und alles besser wissen. Jeder möchte Erfolg haben, in dem was er tut. Am Besten noch so viele kostenlose Produkte wie es geht aufschnappen und den Bekanntheitsgrad steigern. Sie bezeichnen sich als „Stars“ und „Influencer“. Tatsächlich sind es aber genau solche Menschen wie du und ich. Mich hat dieses Gehabe und die Erwartung daran, dass du deine „Friede, Freude, Eierkuchen“ Pferdewelt mit deinen Followern teilst einfach nur erdrückt. Deshalb habe ich mir eine erneute Auszeit genommen.

Natürlich habe ich euch nicht ganz ohne Infos dastehen lassen. Aber wirkliche Texte zum Thema Reitsport, die kamen nicht. Es kamen Beiträge, die ich schon vorgeschrieben hatte. Nur Inspiration und Antrieb hatte ich nicht. Meine Stimmung wurde immer schlechter und bevor ich dann Dinge verbreite, hinter denen ich nicht persönlich stehe, lasse ich es lieber.

Ich habe mich in der Zeit sehr viel mit mir selbst beschäftigt. WO will ich irgendwann mal stehen? WAS will ich mein Leben lang machen und vor allem MIT WEM an meiner Seite möchte ich arbeiten. WIE und WANN kann ich meine Pläne umsetzen. WER bin ich eigentlich? Für nicht alle Fragen hat man immer direkt eine Lösung, aber mit der Zeit kommen diese von ganz alleine. Und so habe ich herausgefunden, was mich wirklich glücklich macht.

Ich möchte auf meinem Blog weiterhin Dinge veröffentlichen, die den Reitsport beschäftigen. Aber genauso, möchte ich mir selbst treu bleiben und nur dann posten, wenn ich dazu Lust und Laune habe.