• Sophie Dierkes

Die Sache mit dem Gönnen..

Missgunst im Reitsport gehört leider genau so dazu wie Pferd und Reiter. Es ist leider so. Viele denken, dass es nur im Turniersport „rund“ geht – nein, leider gibt es diese auch in ganz normalen kleinen Ställen.

Das Zitat „die Klügsten stehen an der Bande, der Dümmste sitzt auf dem Pferd“ passt wie die Faust aufs Auge. Die, wie ich sie gerne nenne, Bandenprofis, wissen alles besser, können alles besser und sind generell bessere Menschen. Sie kritisieren alles und jeden für alles und jede Aktion.


Bei dem einen stimmt das Bein nicht, bei dem anderen der komplette Sitz, der andere hat wiederum ein hässliches Pferd und wieso zur Hölle reitet man überhaupt, wenn man kein Körpergefühl hat? Wieso trägt ein Wallach Pink und warum reitet man mit 10 Kilo zu viel auf den Rippen noch – ist man dann nicht ein Tierquäler? Einige reiten mit Kandare, andere mit Schlaufzügel – ab in die Hölle mit denen!


Schade finde ich es, dass es besonders bei einem so tollen und weit verbreiteten Sport solche Hetzereien gibt. Diese gibt es leider nicht nur im echten Leben, sondern auch in den sozialen Medien. Sobald ein Mensch etwas mehr im Mittelpunkt steht, wird er mehr unter die Lupe genommen. Es kommen viele Menschen dazu, die sich für das Begeistern, was die Person macht, genau so kommen aber auch Menschen dazu, die nicht besseres zu tunhaben, als einen 24/7 zu stalken. Diese Personen warten nur auf ein Bild, auf dem das Tier 1mm hinter der Senkrechten ist, auf dem man ein paar Kilo zu viel hat oder sonst was tut, was nicht in ihren Kram passt und zack: schon ist der erste Kommentar da. Egal ob sie neidisch auf die Ranglistenpunkte, Platzierungen oder Sponsorings sind – es folgen immer bitterböse Worte.


Und zu guter letzt noch ein Appell an alle Menschen, die nichts Besseres zu tun haben, als schlecht über Mitstreiter, Pferdebesitzer und co. zu sprechen: Sucht euch doch bitte ein anderes oder ein weiteres Hobby, putzt euer Pferd länger, seid mehr im Grünen unterwegs und fangt an, euch selbst mal an die Nase zu fassen.