• Sophie Dierkes

10 Dinge, die an Stallfreundschaften anders sind als an normalen Freundschaften

Der Freund ist einer, der alles von dir weiß, und der dich trotzdem liebt.

Das Reitervolk ist schon ein komisches Volk. Doch es gibt einige Besonderheiten und Unterschiede zu den „Normalos“ – wir Reiter sind eben doch schon besonders. Eine Sache die besonders ist, sind die Freundschaften zwischen Reitern – hier sind 10 Dinge, die an Reiterfreundschaften anders sind als an normalen Freundschaften!

  1. Vertrauen steht bei einer Reiterfreundschaft an erster Stelle. Es ist nicht so, als würde man anderen Freunden nicht vertrauen, jedoch steht bei Reiterinnen etwas ganz anderes zur Debatte: das Pferd. Der größte Vertrauens und Liebesbeweis von Reiterin an Reiterin ist es, dass eigene Pferd reiten zu lassen. Es ist ja nicht nur irgendein Pferd, es ist DAS Pferd.

  2. Austeilen und Einstecken muss man in einer Reiterfreundschaft auf jeden Fall können. Man muss als Reiter einstecken können, jedoch auch austeilen können. Sätze wie „Du sitzt drauf wie ein Spast, lass dein Bein doch mal lang!“ kommen nicht selten vor. Gerade im Reitsport kann es manchmal etwas verbaler zugehen – deswegen, das was ihr austeilt, müsst ihr auch einstecken können.

  3. Verrückte Aktionen sind nicht von Seltenheit! Aktionen wie in Reithosen shoppen gehen, verrückte Tänze auf der Stallgasse machen oder durch die Gegend auf einem Besen reiten sind Dinge, die nur Reiterfreundinnen zusammen erleben. Es gibt so viele verrückte Dinge, die Reiter zusammen machen. Die meisten „Normalsterblichen“ würden 90% dieser Dinge nicht ohne Alkoholeinfluss begehen.

  4. Der Reitsport ist ein Sport, in dem nicht alles immer fair ist. Deshalb halten Reiterfreunde in schwierigen Zeiten immer zusammen. Ein Pferd ist nicht wie ein Fußball, den man in die Ecke stellt. Es kann sich schnell verletzen oder sonstige Dinge, die man nicht immer vorher sehen kann. Gerade in diesen Zeiten, sieht man, wer ein echter Freund ist und wer nicht.

  5. „Besondere Verbindung“ Man kann es total schlecht erklären, aber es ist einfach so.

  6. „Heute habe ich ein Foto für dich“ – Ja, es ist wahr! Wir lieben es schöne Fotos mit unseren Pferden zu machen. Es sind manchmal ganz besondere Augenblicke, die man festhalten möchte. Ich finde es gibt nichts schöneres, als Fotos mit dem Lebewesen zu machen, dass man am meisten liebt. Und das sieht fast jedes Pferdemädchen so – deshalb teilt man oft damit noch ein zweites Hobby – die Fotografie. Ich persönlich liebe es Menschen zu Fotografieren und mit meinen Bildern glücklich zu machen.

  7. Eine Mädelsgruppe mit hemmungslosen und verrückten Mädchen, die Spaß am Leben haben und sich richtig flawless mit ihrer Squad fühlen? Da werden wohl Reiterinnen sein. Wir Reiter fallen beim Feiern auf und das nicht negativ!  Wir Reitermädels fühlen uns in unserem Rudel einfach nur wohl und bringen dies meistens auch zum Ausdruck.

  8. Reden auch privat über Pferde und nerven uns damit nicht. Pferde sind für jedes Pferdemädchen ein Thema, auf das man nicht verzichten darf. Es ist einfach Tatsache. „Boah, du nervst mit deinem ständigen gerede über Pferde“ ist ein harter Satz, den man aber nur von Nichtreitern hört. Ein Reiter würde das nicht sagen.

  9. Sitzen im Auto zusammen und reiten im Kopf eine Kür zur Musik durch – „Stell dir dazu Serienwechsel vor oder doch lieber eine schöne Piaffe“, Dinge die Reitermädels im Auto öfter mal zu ihrer Freundin sagen. Oder würde ein normaler Mensch sagen, was er auf diesen Song machen würde?

  10. Verbringen nicht nur im Stall viel Zeit miteinander. Unsere Freunde sind meistens in unserem Umfeld und unser Umfeld ist im größten der Stall. So schlimm wie es klingt, aber es ist so. Gerade nach einem stressigen Alltag ist es schön in das „2. Zuhause“ zu kommen und einfach nur abzuschalten und wer sagt, dass man danach nicht noch was machen kann. Ich liebe es mit meinen Stallmädels on Tour zu sein und Dinge mit ihnen zu Teilen, die wir alle lieben.

Eine Freundschaft zwischen Reiterinnen ist nicht nur was ganz besonderes, sondern auch etwas wundervolles. Es ist schön gerade bei einem Sport, der kein Teamsport ist, Menschen zu haben, die ein Team bilden. Ich selbst habe meine beste Freundin durch diesen Sport kennengelernt und andere weitere wundervolle Menschen, die ich in meinem Leben nicht vermissen wollte.